Feng Shui im Schlafzimmer

Fast ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. In dieser Zeit sollten wir uns möglichst gut erholen und entspannen, damit wir neue Kräfte für den kommenden Tag sammeln. Wer nicht einschlafen kann und sich auf seinem Lager herumwälzt oder in der Nacht immer wieder aufwacht, wird den Aufgaben und Herausforderungen des hektischen Arbeitslebens kaum gewachsen sein. Sogar diverse Beschwerden wie Kopf- oder Rückenschmerzen können sich als Folgen von unruhigem Schlaf einstellen. Wenn Sie zu den Betroffenen gehören, wird es höchste Zeit, dass Sie die Ursachen dieser Störungen beseitigen: Versuchen Sie es doch einmal mit Feng Shui!

Die Feng-Shui-Praxis hat ihre Wurzeln in der chinesischen Sicht des Universums, wonach alle Dinge dieser Welt fünf Grundelementen (Feuer, Metall, Erde, Holz und Wasser) zugeordnet werden und mit positiver oder negativer Energie aufgeladen sind. Diese Energie wird „Chi“ genannt. Das ist eine unsichtbare Kraft, die unmerklich und doch machtvoll den menschlichen Körper und sein Umfeld durchströmt. Nur wenn das Chi im Schlafraum ausgeglichen fließen kann, wenn es ein „Sheng Chi“ ist – der „kosmische Atem des Drachen“ – finden wir zu gesundem und erholsamem Schlaf.

Im Schlaf gibt unser Körper Chi-Energie ab. Dabei handelt es sich um eine Art Reinigungsprozess. Darum dürfen Spiegel im Schlafzimmer niemals so angeordnet werden, dass diese Chi-Energie wieder auf uns zurück reflektiert wird. Es wäre am günstigsten, im Schlafraum überhaupt keine Spiegel zu haben, keinesfalls jedoch dürfen sie auf das Bett weisen. Sind sie dennoch vorhanden, ist es ratsam, sie nachts mit Tüchern abzudecken. Spiegel an der Innenseite von Schranktüren haben – im Gegensatz zu außen angebrachten Zierspiegeln oder Spiegelkacheln – keine negative Wirkung.

Gesunder Schlaf durch die richtige Bettposition

Unbedingt sollten Sie einige Regeln des Feng Shui bezüglich des Standortes Ihres Bettes beachten. Wenn sich das Bett beispielsweise direkt unter einem Fenster befindet, so bedeutet das fehlenden Schutz – der Schlafende wird sich immer unsicher fühlen und schlecht träumen. Durch das Schließen des Fensters und das Zuziehen der Gardinen kann dieser ungünstige Einfluss zwar gemildert werden, es wäre jedoch weitaus besser, wenn Sie einen anderen Platz für Ihre Schlafstelle wählten. Besonders wichtig ist die Ausrichtung des Bettes zur den Türen. Wenn das Bett direkt gegenüber der Schlafzimmertür steht, so ist das eine sehr ungünstige Position, die sogar eine gewisse Erkrankungsgefahr für den Schlafenden mit sich bringt. Auch sollte sich das Bett nie zwischen zwei Türen befinden, weil das stärkste Chi von Tür zu Tür strömt. Seine Bahn sollte möglichst nicht über das Bett verlaufen – Einschlafschwierigkeiten könnten die Folge sein. Außerdem signalisiert ein solches Arrangement dem Unterbewusstsein Gefahr, was zu beängstigenden Träumen führen kann.

Wenn aus Platzgründen ein Umstellen des Bettes nicht möglich ist, dann sollten Sie wenigstens einen Paravent zum Abblocken aufstellen und die Türen immer geschlossen halten. Die Situation kann noch verschlimmert werden, wenn eine Türe ins Badezimmer führt. Auf keinen Fall darf der Kopfteil des Bettes an eine Wand grenzen, hinter der sich Bad oder Toilette befinden. Wasser in Bettnähe vermittelt immer das Gefühl von Verlust und Gefahr. Dasselbe gilt für Aquarien und Bilder mit Wassermotiven.

Heftige Störungen gehen auch von scharfen, vorstehenden Kanten aus – sie senden ein schlechtes Chi auf das Bett. Indem Sie pagodenförmige Windspiele in jeder Ecke des Schlafzimmers aufhängen, können Sie diese Gefährdung zumindest etwas entschärfen. Ebenso sind Fernseher und Computer schlimme Störquellen im Schlafzimmer - sie erzeugen negative Energien und halten wach. Sie sollten daher alle elektrischen und elektronischen Geräte in der Nacht mit Tüchern abdecken.

Yin und Yang bringen Liebeszauber ins Schlafzimmer

Das Bett ist bekanntlich nicht nur zum Schlafen da. Es dient auch als Spielwiese für die „schönste Sache der Welt“. Daher ist es gerade im Schlafzimmer wichtig, für eine ausgewogene Balance zwischen den Yin- und Yang-Energien zu sorgen. Die Farben sollten gedämpft und die Beleuchtung nicht zu grell sein. Hören Sie bei der erotischen Stimmungsmache auf Ihre innere Stimme! Wenn Sie sich lethargisch und erschöpft fühlen, kann schon ein leuchtend roter Bettbezug helfen. Rot wirkt immer und überall stärkend und energetisierend.

Sanfte Musik kann Wunder wirken und warmes Licht ist animierender als grelle Strahler. Mit dimmbaren Lampen können Sie eine Beleuchtung von hell bis kuschelig-gemütlich erzeugen. Es heißt, dass gedämpftes rotes oder rosafarbenes Licht auf das Sexualleben stimulierend wirkt. Derselbe Effekt gilt für Duftkerzen – Kerzen sind immer ideale Stimmungsmacher. Mit ihnen lässt sich Feuer, Wärme und Licht in jeden Raum zaubern. Die erotisierende Wirkung der Kerzen ist am stärksten, wenn sie in der südwestlichen Ecke des Raumes aufgestellt werden.

Überhaupt rät Feng Shui, das Liebes- und Eheglück in der Südwestecke des Schlafraumes zu aktivieren. Das kann durch eine Reihe von Sinnbildern geschehen, die für Romantik, Liebe und Zusammengehörigkeit stehen. Doppelte Glückssymbole wie beispielsweise ein Entenpaar aus Keramik eignen sich optimal für diese Zwecke. Enten gelten im Feng Shui als ganz besonderes Glückssymbol für zwischenmenschliche Beziehungen, weil sie monogam sind und ihr ganzes Leben mit ein und demselben Partner verbringen. Es dürfen jedoch nie nur eine oder gar drei Enten sein, da die Zahl eins für Einsamkeit und die Zahl drei für eine dritte Person steht und somit Eifersucht bedeutet.

Das erfolgreichste Symbol für eine erfüllte Sexualität ist eine voll erblühte Pfingstrose (Päonie). Sie gilt als Königin der Blumen und wirkt als Liebeszauber. Schon ihr Duft kann die Lust auf Sex erhöhen. Leider werden nicht immer frische Pfingstrosen auf dem Blumenmarkt geboten, daher sollten Sie auf alle Fälle ein großes Gemälde mit Pfingstrosen in Ihrem Schlafraum aufhängen. Aber auch Päonien aus Seide tun ihre Wirkung, denn im Feng Shui gelten künstliche Blumen als ebenso gut wie richtige Pflanzen. Sie erzeugen auf hervorragende Art frische Energie und sind besonders in Schlafräumen wirksam – sie werden staunen!