Der Geist der Pflanzen

Viele Menschen genießen bereits die wohltuende Wirkung von Düften.

Ätherische Öle bieten vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Über ihren Duft können sie anregen, beleben, erfrischen, stimulieren und entspannen. Dabei gelangen sie über zwei Wege in den Körper. Einer davon führt über die Haut, welche die ätherischen Stoffe über das Nervensystem an die Organe weiterleitet und damit auch Krankheiten lindern kann. Der wesentlich rasantere Weg führt allerdings über die Nase.

Tests beweisen es: Sie können Ihre Stimmung und Ihr Wohlbefinden maßgeblich durch Düfte beeinflussen!

Der duftende "Geist" in der Lampe

Die klassische Form im Umgang mit ätherischen Ölen ist die Verwendung von Duftlampen. Mit einer Aromalampe lässt sich ganz einfach ein schöner Duft ins Zimmer zaubern, gezielt die Atmosphäre verbessern, die Konzentration steigern, Stimmung erzeugen - und Sie können körperliche und seelische Beschwerden lindern. Es gibt elektrische oder mit Teelicht beheizte Duftlampen aus Keramik, Glas oder Alabaster. Praktisch zu reinigen sind abnehmbare Verdunstungsschalen. Wichtig: Immer zuerst das Wasser in die Schale geben, dann ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzufügen. Die Flamme erwärmt das Wasser, lässt die Flüssigkeit verdunsten und der Duft verbreitet sich angenehm im Raum.
Dosieren Sie richtig! Einige der Essenzen sind besonders flüchtig, beispielsweise Zitrusöle, und müssen höher dosiert werden, andere wiederum sind sehr konzentriert und können bei zu massiver Anwendung Kopfschmerzen oder Übelkeit hervorrufen. Dementsprechend hängt die genaue Anzahl der Tropfen, die man in die Wasserschale gibt, von der Duftintensität der verwendeten Essenz, aber auch von der Größe des Raumes ab. Normalerweise nimmt man 5 bis 10 Tropfen. Bei sehr stark konzentrierten ätherischen Ölen wie Cistrose, Narde, Patchouli oder Vetiver genügen bereits ein 1 bis 2 Tropfen. Einige Öle riechen so intensiv, dass man sie vor der Anwendung verdünnen muss. Hierzu gehören glücklicherweise die besonders teuren wie Rose, Hyazinthe, Jasmin, Magnolie und Narzisse. Sie werden meist in Fläschchen zu 5 ml geliefert, die nur zu einem Fünftel gefüllt sind. So kann man sie mit Jojobaöl auffüllen und erhält eine Verdünnung von 1:5, die aber immer noch ausgiebig genug ist. Besonders Schlaue mischen verschiedene ätherische Öle, weil die einzelnen Essenzen einander positiv beeinflussen. Für bessere Raumluft in verrauchten Räumen sorgt eine Mischung aus 2 Tropfen Zirbelkiefer (oder einem anderen Nadelholz), 3 Tropfen Rosengeranienöl und 5 Tropfen Zitrone. Wenn sie sich abends so richtig ausgelaugt und müde fühlen, können Sie mit einer Mischung aus je 3 Tropfen Rosmarin, Ingwer und Wacholder sowie einem Tropfen Pfefferminze wieder neue Energien tanken.
Zur raschen Reinigung der Atmosphäre von Räumen (bei unangenehmen Gerüchen oder negativen Schwingungen) sind Raumsprays sehr praktisch. Sie können einen Blumenbestäuber dazu verwenden. Das ätherische Öl muss zunächst in hochprozentigem medizinischem Alkohol gelöst werden. Anschließend lässt sich das ganze mit destilliertem Wasser verdünnen, wodurch der etwas strenge Alkoholgeruch verschwindet. Die Lösung wird dadurch manchmal milchig trüb, was die Wirkung oder Haltbarkeit jedoch nicht beeinflusst. Schwere und hochkonzentrierte Öle sind für Raumsprays weniger geeignet. Am besten verwendet man eines der Zitrusöle, Lemongras, Rosenholz, Lavendel, Meerkiefer oder Eukalyptus. Die Dosierung beträgt hier 10 bis 15 Tropfen auf 100 ml fertiges Spray. Der Anteil an Alkohol sollte bei 20 bis 30 Prozent liegen.

Ätherische Öle für Körper und Seele

Ganzkörpereinreibungen und Massagen mit ätherischen Ölen sind wohl die angenehmste Form der Aromatherapie. Wer die Wohltat der ätherischen Öle mit einer entspannenden Massage verbindet, erfährt doppeltes Vergnügen. Der wunderbare Duft und die körperliche Berührung führen außerdem zu einer allgemeinen Entspannung und helfen, die heilende Wirkung der verwendeten Essenzen besser anzunehmen - es ist altbekannt, dass durch Berührung mit den Händen gute Energie zugeführt und schlechte abgezogen wird. Ganz nebenbei hat die Anwendung auch einen Haut pflegenden Effekt und dient so der Schönheit. Sanfte Musik im Hintergrund kann während der Massage das Wohlbefinden noch steigern.
Weil reine ätherische Öle viel zu konzentriert sind und pur aufgetragen sogar Hautreizungen verursachen können, muss man sie immer vorab mit Trägerölen mischen. Als Trägeröl eignet sich grundsätzlich jedes fette, kalt gepresste und unraffinierte Öl, auch Sonnenblumenöl und Olivenöl. Am häufigsten verwendet man in der Aromatherapie jedoch süßes Mandel-, Traubenkern-, Soja-, Kokosnuss- und Jojobaöl, da sie vorzügliche kosmetische Eigenschaften und keinen Eigengeruch besitzen. Mandelöl eignet sich für jeden Hauttyp, besonders aber für empfindliche Haut. Es wird leicht von der Haut aufgenommen und erleichtert das Eindringen ätherischer Öle. Dazu ist es relativ preisgünstig. Jojobaöl, das aus den Nüssen eines in der mexikanischen Wüste beheimateten Strauchs gewonnen wird, ist eigentlich gar kein Öl, sondern ein flüssiges Wachs. Es wird daher nie ranzig und ist unbegrenzt haltbar. Jojoba dringt sehr schnell in die Haut ein, reguliert die Hautfeuchtigkeit und macht die Haut geschmeidig. Es eignet sich ebenfalls für jeden Hauttyp, ist entzündungshemmend, pflegend für trockene und schuppige Haut und hat in naturreiner Form den Lichtschutzfaktor vier.
Zur Herstellung eines Massageöls gibt man 10 bis 15 Tropfen ätherisches Öl (bei hochkonzentrierten Essenzen entsprechend weniger) auf 100 ml Trägeröl und bewahrt das ganze lichtgeschützt in einer dunklen Flasche auf. Bei Rose, Hyazinthe, Jasmin, Magnolie und Narzisse genügen bereits 2 bis 4 Tropfen der unverdünnten Essenz, um 100 ml Massageöl ihren unverkennbaren Duft zu verleihen. Weitere Möglichkeiten sind auch lokale Einreibungen schmerzhafter Stellen sowie bestimmter Körpersegmente oder auch spezieller Hautzonen.
Für lokale Anwendungen auf einzelnen Körperstellen verrührt man einen Tropfen ätherisches Öl mit einem Esslöffel Trägeröl. Zum leichteren Verrühren kann man das Einreibeöl in einer Tasse mischen. Im Handel werden für diesen Zweck sehr praktische Schälchen angeboten.

In der Aromatherapie nicht zu vergessen: ein duftendes Bad.

Es entspannt oder regt an und ist besonders bei beginnenden Erkältungen eine gute Hilfe. Und so wird's gemacht: 3 bis 5 Tropfen ätherisches Öl (die gewählte Ölmischung bestimmt die Wirkung) zuerst in 50 bis 100 ml Obers und einen Esslöffel Honig verrühren und dann ins Wasser geben. Diese Emulgatoren sind wichtig, weil die ätherischen Öle nicht wasserlöslich sind und sonst an der Oberfläche schwimmen würden. Über Haut und Atemwege dringen die Wirkstoffe der Essenzen in das Gewebe und in den Blutkreislauf ein. Deshalb wirkt ein heißes Bad so gut.

Ätherische Öle für jedes Tierkreiszeichen

Ätherische Öle, die ganz speziell auf das jeweilige Tierkreiszeichen abgestimmt sind, unterstützen und verstärken noch die positive Wirkung. Sie wirken ausgleichend auf die Energien des Menschen, das heißt, der Organismus wird stimuliert, fehlende Energie wieder aufzubauen und zu viel davon abzuleiten:

Widder
Duft zur inneren Reinigung

Der Duft für den Widder ist Cajeput, ein Myrtengewächs, das in Indonesien wild wächst. Es ist stark antiseptisch, reinigend und krampflösend, aktiviert Konzentrationsprozesse, wirkt harmonisierend bei energetischer Unausgewogenheit und aufmunternd bei Stimmungstief.

Stier
Duft für Ruhe & Ausgeglichenheit
Das ätherische Öl für die Stierenergie ist Sandelholz. Sandelholzgewächse gibt es in Indien und auf Sri Lanka. Das Öl wirkt beruhigend, antidepressiv, aphrodisierend, aber auch meditativ.

Zwilling
Duft zur Energiefreisetzung
Die Energien des Zwillings verlangen nach dem Öl des Eukalyptus, einem Myrtengewächs, das in Südeuropa, Australien und Afrika vorkommt. Das Öl wirkt außerdem desinfizierend und schleimlösend.

Krebs
Duft zur Erfrischung & Reinigung
Krebsen entspricht das Öl vom Lemongras, einer indischen Grasart, die einen angenehmen zitronenartigen Duft verströmt. Es wirkt blutreinigend, nervenberuhigend,
antiseptisch, verdauungsfördernd, fiebersenkend und antirheumatisch.

Löwe
Duft zur Belebung des Kreislaufes
Echte Erquickung für den Löwen ist Rosmarinöl. Rosmarin wächst vor allem in Nordafrika und Südamerika. Es gehört zu den belebenden Heilpflanzen, macht frisch und munter, steigert die Durchblutung und regt den Kreislauf an.

Jungfrau
Duft für gute Stimmung
Der Jungfrau tut das Geraniumöl gut. Es riecht süß und schwer und wirkt kommunikationsfördernd und stimmungsaufhellend.

Waage
Duft für Leidenschaft
Das Öl der Rose ist ein Labsal für die Waageenergie. Der leidenschaftliche Duft berührt die Seele und transformiert körperliche Sinnesempfindungen zu allumfassender Liebe. Diese erhebende Essenz weckt die tiefsten Gefühle und fördert das Vertrauen. Ist hilfreich bei Eifersucht, Trauer und nervösen Spannungen.

Skorpion
Duft für Zufriedenheit
Der Duft für Skorpione ist Neroliöl, das aus den Blüten des Bitterorangenbaums gewonnen wird. Neroli steht für Glück, gutes Gelingen und Zufriedenheit.

Schütze
Duft zur Entspannung
Schützen entspannen sich am besten mit Ylang Ylang, das aus einem Magnoliengewächs in Java und Sumatra gewonnen wird. Ylang-Ylang wird in der Aromatherapie als einer der entspannensten Düfte für Körper und Geist betrachtet. Es verfügt über eine leicht blutdrucksenkende Wirkung und dient als ein natürliches Antidepressiva.

Steinbock
Duft zur inneren Einkehr
Das erdig, süßlich und stark duftende Öl der Angelika, auch Engelwurz genannt, entspricht der Steinbockenergie. Es regt das Nervensystem an, mindert Stress- und Erschöpfungszustände, öffnet das Bewusstsein für höhere Energie und erleichtert das Meditieren.

Wassermanner
Duft zur Beruhigung
Die Wassermänner sollten sich mit dem zarten Duft von Lavendel umgeben. Er wirkt psychisch ausgleichend, beruhigend, Schlaf fördernd, Schmerz lindernd und begünstigt die Regeneration.

Fische
Duft für höhere Einsichten
Ideal für Fische: Zitronenöl. Der frische, lebhafte Duft erhöht Selbstvertrauen und -bewusstsein, weckt die Lebensenergien, erhöht die Konzentrationsfähigkeit. Diese Essenz verbindet uns mit der Lichtkraft in allen Dingen und Erscheinungen, wir denken und handeln im Einklang mit den natürlichen kosmischen Gesetzmäßigkeiten.