Ayurveda: Gesundheit für Körper, Geist und Seele

Gesundheit ist das neue Statussymbol und Behandlungsmethoden werden als Geheimtipp gehandelt. Wer etwas auf sich hält, sucht innere Einkehr und Ruhe bei einer Ayurveda-Kur.

Wenn Sie der Stress in den Klauen hält und das Burn-out-Syndrom das Leben zur Hölle macht, wird es Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Den Alltag hinter sich lassen, dem Wohlbefinden frönen und Leib und Seele entspannen: Das alles kann man mit einer Ayurveda-Behandlung erreichen.
Hierzulande noch relativ skeptisch betrachtet, hat Ayurveda in Indien und Sri Lanka eine reiche Tradition und sein Wissensschatz wird dort gut gehütet und gepflegt. Sogar die Ausbildung der Ayurveda-Ärzte wird vom Staat geregelt und überwacht. Eben diese Verbindung von Jahrtausende alter Erfahrung mit modernem Standard macht Ayurveda heute so effektiv.

Laut Ayurveda besteht jeder Mensch aus drei als „Doshas” bezeichneten Elementen.

Ayurveda, am besten übersetzbar mit „Lebensweisheit“, gilt als eines der ältesten Naturheilverfahren der Menschheit. Es wird auf die Heilkunde der frühen Hochkultur Indiens zurückgeführt, die Jahrtausende zurückreicht. Ihre heiligen Schriften, die Veden, enthalten kein Wissen, das durch Experimente und Messungen bewiesen wird, sondern von erleuchteten Sehern und Seherinnen überliefert wurde, die in der Lage waren, die Strukturen des Universums in Ihrem Bewusstsein zu erfassen.

Gesundheit aus dem Vollen schöpfen

Das Wort Ayurveda stammt aus dem Sanskrit. „Ayu” bedeutet Lebensspanne und bezieht sich auf „das Wissen um die Gesamtheit aller Naturgesetze des Universums”. „Veda” wird die innere Intelligenz des Menschen genannt. Gesundheitlich aus dem Vollen zu schöpfen, ist das Ziel des Ayurveda. Mit Gesundheit ist hier nicht einfach das Fehlen von Krankheit gemeint, es geht vielmehr um ein Lebensgefühl, das sich durch Vitalität, optimale Stressbewältigung, geistige Frische und Flexibilität auszeichnet – und das nicht nur in jungen Jahren, sondern auch im hohen Alter.
Im Ayurveda wird Gesundheit folgendermaßen definiert: „Gesundheit ist das Gleichgewicht aller Körperfunktionen, der Verdauung, des Stoffwechsels und der Ausscheidung sowie das Glück in Geist, Sinnen und Bewusstsein“. Die wichtigste Voraussetzung für Gesundheit ist demnach das innere Gleichgewicht. Eine Störung dieses Gleichgewichtes bedeutet Krankheit.
Die moderne Form des Ayurveda wird als Maharishi Ayur-Veda bezeichnet und entstand in Zusammenarbeit führender indischer Ärzte mit westlichen Medizinern. Dabei wird Gesundheit als Harmonie von Geist, Körper und Seele im Zusammenhang mit der Umwelt definiert. Seit ungefähr zwanzig Jahren gibt es beinahe überall in Europa Gesundheitszentren für Maharishi Ayur-Veda, die sehr erfolgreich agieren, weil sie ihre Behandlungen dem westlichen Menschen angepasst haben. In den letzten Jahren hat auch die Schulmedizin den unermesslichen Erfahrungsschatz der ayurvedischen Medizin anerkannt.

Die vollkommene Balance der „Doshas“

Die Heilung erfolgt im Ayurveda mittels einer ganzheitlichen Therapie durch 20 verschiedene Behandlungsarten, die alle auf die Belebung des Veda abzielen und den Körper dazu bringen sollen, „sich selbst zu helfen“. Nach ayurvedischer Lehre besteht jeder Mensch aus drei Elementen oder „Doshas” (den Körper beeinflussende Faktoren): Vata, Pitta und Kapha. Stehen diese in Einklang miteinander, ist das seelische Befinden in Ordnung und der Mensch fühlt sich wohl.
Ein Vata dominierter Typ ist im Prinzip lebensfroh und energiegeladen, neigt aber zu Unruhe und Schlaflosigkeit. Die Pitta-Menschen erkennt man an ihrem Mut und scharfem Verstand. Die Pitta-Dominanz kann sich allerdings in Form unterschiedlicher Stresskrankheiten bemerkbar machen. Das Kapha schließlich steht für Ruhe und Besonnenheit, die sich aber in Krisenzeiten bis zur Lethargie steigern können. Eine vollkommene Balance der Doshas im Menschen zu schaffen, gehört daher zu den vorrangigen Aufgaben einer Ayurveda-Behandlung.

Nach ayurvedischer Lehre ist die wichtigste Voraussetzung für die Gesundheit das innere Gleichgewicht.

Am Anfang einer Kur steht eine umfassende Untersuchung durch einen Arzt, der in Ayurveda und in der Schulmedizin gleichermaßen ausgebildet ist. Er bleibt auch während der ganzen Kur Ihr Begleiter und Betreuer. Mithilfe von Pulsdiagnose diagnostiziert er, wo die gesundheitlichen Probleme des Patienten liegen, und stellt eine maßgeschneiderte Behandlung zusammen.

Mit Ölgüssen und Kräutern zu tiefer Entspannung

Massagen mit warmen Ölen, entspannende Ölgüsse auf die Stirn und die Behandlung mit frischen Kräutern lösen Gift- und Schlackenstoffe, stärken das Immunsystem, bremsen den Alterungsprozess und verbessern das allgemeine Wohlbefinden. Ganzkörperpackungen aus frischen Kräutern lindern chronisches Rheuma sowie Muskelbeschwerden und wirken gegen zu hohen Blutdruck, Diabetes und Hautkrankheiten.
Das wirklich Besondere an einer Ayurveda-Kur sind aber die Ruhe und Gleichmäßigkeit, mit der alle Behandlungen durchgeführt werden. Das führt zu einer tiefen Entspannung, aus der man gestärkt und wie neugeboren wieder auftaucht. Schließlich ist im Ayurveda das Bewusstsein das Primäre und die Materie sekundär.
Um die heilsame Wirkung von Ayurveda kennen zu lernen, müssen Sie sich allerdings etwas Zeit nehmen und zumindest einen zweiwöchigen Urlaub einplanen, damit die Kur ihre volle Wirkung entfalten kann. Zur Einstimmung sollten Sie sich bereits zu Hause auf die Kur vorbereiten, indem Sie sich auf gesunde Ernährung umstellen und regelmäßig heißes Wasser trinken, um den Stoffwechsel anzuregen und das Ausscheiden von Schlacken zu beschleunigen.

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