Das Geheimnis harmonischer Beziehungen

Auch, wenn die meisten Verliebten für immer mit ihrem Schatz zusammenbleiben wollen, gelingt das nur den wenigsten von ihnen. Lesen Sie hier, was Sie tun müssen, damit Ihre Liebe auf Dauer frisch bleibt!

Wie schön wäre es doch, würden alle Paare wie im Märchen glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage leben! Die Realität sieht leider anders aus: Bei den meisten Pärchen bekommt die heile Welt bereits nach ein paar Monaten die ersten Risse und ein Drittel aller Ehen endet heutzutage vor dem Scheidungsrichter. Die übrigen Paare werden zwar gemeinsam alt – ob sie dabei aber auch glücklich sind, ist eine andere Frage …
Dennoch besteht Anlass zur Hoffnung, denn schließlich gibt es sie ja doch, die Pärchen, die es auf mysteriöse Weise schaffen, eine harmonische Langzeitbeziehung zu führen – und dies mitunter sogar ein ganzes Leben lang! Somit stellt sich die Frage, was diese Menschen anders machen als ihre weniger erfolgreichen Zeitgenossen.
Eine Antwort darauf gibt eine Studie der Ludwig-Maximilian-Universität in München, bei der Psychologen dem Erfolgsrezept für ein langfristiges partnerschaftliches Glück wissenschaftlich auf den Grund gingen, indem sie fast 700 Langzeitpaare befragten. Das Ergebnis fiel für viele überraschend aus.
Auf die Frage nach der bedeutendsten Voraussetzung für eine harmonische Beziehung gaben 32 Prozent „Toleranz“ an. Erst an zweiter Stelle rangierte mit 28 Prozent die „Liebe“, während für 25 Prozent die „Kommunikation“ am wichtigsten war, für 20 Prozent „gemeinsame Interessen“ sowie für je 14 Prozent „persönliche Freiräume“ und eine „gemeinsame Verantwortung“. Nur sieben Prozent der Befragten hielten „Besitztümer“ für unerlässlich – und gar nur vier Prozent „Sex“!

Liebe und Zuneigung

Es sieht also ganz so aus, als ob für eine langfristig funktionierende Partnerschaft völlig andere Kriterien von Bedeutung wären als für eine Beziehung, die sich im Anfangsstadium befindet, wenn der Himmel ohnehin noch voller Geigen hängt.
Einer der Grundpfeiler für ein dauerhaft harmonisches Miteinander ist erwartungsgemäß die Tatsache, dass man einander liebt. Damit ist allerdings nicht jene hormongetränkte Verliebtheit gemeint, die ein paar Wochen oder Monate lang für Schmetterlinge im Bauch sorgt und dann ebenso schnell wieder verschwindet, wie sie gekommen ist!
Gemeint ist vielmehr jenes Gefühl, das im Idealfall nach einer gewissen Zeit aus der Verliebtheit hervorgeht und sich am ehesten als eine tief empfundene Zuneigung beschreiben lässt, die den Partner oder die Partnerin zum wichtigsten Menschen auf der Welt macht, für den man bereit wäre, alles zu geben und alles zu opfern – vielleicht sogar sein Leben …

Toleranz und Akzeptanz

So, wie man nicht bloß von Luft und Liebe leben kann, reicht jedoch auch die größte Zuneigung nicht für ein dauerhaftes Glück aus, wenn andere Faktoren fehlen: Auch Toleranz ist für eine harmonische Beziehung unerlässlich! Das fängt schon damit an, dass man sich seine Ziele nicht zu hoch stecken sollte: Viele Leute gehen mit einer übertriebenen Erwartungshaltung in eine Partnerschaft, indem sie damit rechnen, dass die vorhin beschriebenen Schmetterlinge im Bauch ein Leben lang flattern werden.
Das ist einfach nicht möglich und wäre aus biochemischer Sicht auch nicht wünschenswert: Die Verliebtheit ist ein hormoneller Ausnahmezustand, der von Mutter Natur schon deshalb nicht auf Dauer vorgesehen ist, weil er zu sehr von wichtigeren Dingen ablenkt. Wer also meint, immer jenes Prickeln wie am Anfang spüren müssen, wenn er seinen Liebling sieht, der muss einfach enttäuscht werden!
Ist die erste Verliebtheit gewichen und hat man die rosarote Brille abgenommen, entdeckt man meist Eigenschaften an seinem Gegenüber, die man am Anfang nicht bemerkt hatte – und eigentlich auch nicht bemerken wollte! Beäugt man seinen Schatz also mit kritischerem Blick und findet nicht mehr alles so toll an ihm, dann darf man keinesfalls den Fehler machen, ihn ändern zu wollen! Das wird nicht gelingen: Er ist nun einmal so, wie er ist, und wird sich auch nicht verbiegen. Somit wird Ihnen nichts anderes übrigbleiben, als seine Schwächen und seine Eigenheiten zu tolerieren …

Kommunikation und Anerkennung

Ebenfalls unverzichtbar für eine harmonische Langzeitbeziehung ist eine rege und gut funktionierende Kommunikation. Nach Jahren mag einen möglicherweise nicht mehr alles so brennend interessieren, was der Partner oder die Partnerin von sich gibt: Hören Sie dennoch niemals auf, einander zuzuhören! Nur wenn Sie die Hoffnungen und Befürchtungen Ihres Lieblings kennen, bleiben Sie Teil seines Lebens! Gerade, weil wir alle uns im Laufe unseres Daseins verändern und weiterentwickeln, müssen wir unsere Gedanken und Ansichten regelmäßig austauschen: Leben Sie stets miteinander, nicht nebeneinander!
Ein wahres Wunderelixier für die Seele des Partners oder der Partnerin ist Lob! Wenn Sie Ihrem Liebling selbst nach Jahren mit lobenden Worten die verdiente Anerkennung zollen, dann wird das auch geschätzt und schweißt Sie zusammen. Bleibt selbst verdientes Lob aus, so fühlt sich das Gegenüber unverstanden und die Bindung wird schwächer.
Versuchen Sie auch, Ihren Liebling in seiner Entwicklung zu fördern und ihm zu helfen, seine Träume zu verwirklichen! Er wird das zweifellos zu schätzen wissen und Ihnen ein dankbarer und entsprechend umgänglicher Freund sein, der auch gerne für Sie da ist, wenn Sie Unterstützung benötigen!

Respekt und Höflichkeit

Zuletzt sollte noch erwähnt werden, dass es für eine harmonische Beziehung auch von immenser Bedeutung ist, einander stets respektvoll zu begegnen. Höflichkeit gegenüber dem anderen, Rücksichtnahme auf dessen Interessen und Achtung vor seinen Leistungen schaffen nicht nur ein freundliches und liebevolles Klima, sondern bieten auch den ersehnten Rückhalt und vertiefen das Zusammengehörigkeitsgefühl.
Das ist vor allem dann dringend notwendig, wenn es zu Kontroversen kommt, die selbst in den besten Beziehungen nicht zu vermeiden sind. Wenn es Ihnen gelingt, ein klärendes Gespräch in angenehmer und freundschaftlicher Atmosphäre zu führen, dann lassen sich die Konflikte viel einfacher aus der Welt schaffen und ufern nicht in Nörgeleien oder Streitigkeiten aus!
Zum Schluss wollen wir an dieser Stelle festhalten, dass Sie nicht gleich in Panik zu verfallen brauchen, wenn hin und wieder Langeweile aufkommt: Keine Beziehung ist vor den Tücken des grauen Alltags sicher! Wenn Sie allerdings bereit sind, gegen diese anzukämpfen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen, dann wird es Ihnen auch nicht schwerfallen, immer wieder frischen Wind in die Beziehung zu bringen, damit Ihre Partnerschaft selbst auf Dauer so spannend bleibt wie am ersten Tag …

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