Die Prophezeiungen des Nostradamus für 2014

Die Visionen des Michel de Nostredame haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Was sagt der berühmte Wahrsager für das neue Jahr voraus?

Der 1503 in der Provence geborene Michel de Nostredame veröffentlichte nach seinem Studium und einer Tätigkeit als Apotheker und Pestarzt anno 1555 unter dem Namen „Nostradamus“ seine ersten Prophezeiungen. Bis zu seinem Tod im Jahre 1566 sollten zahlreiche weitere Prognosen folgen, die ihn schon zu Lebzeiten berühmt machten.
Das Gesamtwerk besteht aus zehn „Centurien“ zu je 100 als „Quatrains“ bezeichneten Strophen, die wiederum aus jeweils einem vierzeiligen Vers bestehen. Da Nostradamus die Botschaften aus Angst vor der Inquisition verschlüsselte, sodass Namens- und Jahresangaben fehlen, vermuten viele, dass Quatrain 14 in der Centurie X auf das Jahr 2014 zutrifft. Dort steht: „Urnel Vaucile, auf sich allein gestellt, ohne Rat. Kühn, furchtsam, wegen Flucht gefangen, besiegt. Begleitet von bleichen Huren, in Barcelona im Kartäuserkloster bekehrt.“

Politische und wirtschaftliche Lage

Was will Nostradamus uns damit sagen? Die Wörter „Urnel Vaucile“ können in Analogie zum Lateinischen als „schwankende Urne“ interpretiert werden und deuten wohl auf eine Sache hin, die aus dem Gleichgewicht gerät. Da die „Hure“ früher ein Sinnbild für ausufernde Geldgier und sündhaftes Treiben war, könnte das ein Hinweis auf eine immer mehr ins Wanken geratende Wirtschaft sein – ausgelöst durch eine ebenso arrogante wie rücksichtslose Finanzpolitik. Bezieht man das auf die aktuelle Entwicklung in der EU, so erklärt sich auch der Bezug zum angeschlagenen Spanien.
Für manche Experten ist diesbezüglich auch Quatrain 28 der Centurie VIII relevant: „Die Götzenbilder von Gold und Silber aufgeblasen, welche nach der Entführung in einen Feuersee geworfen. Bei der Entdeckung, alle matt und verwirrt. Schriften auf Marmor, eingeschobene Pflichten.“ Auch bei diesen Zeilen denkt man unwillkürlich an das europäische Finanzsystem, denn nach Meinung vieler Ökonomen ist die Eurokrise noch lange nicht überstanden: Sind diese Worte gar ein Hinweis auf den Zusammenbruch unserer Währung und die Löschung aller relevanten Daten?

Private und individuelle Entwicklungen

Obwohl sich die Verse des Nostradamus vor allem auf politische und wirtschaftliche Entwicklungen beziehen, können wir auch Schlüsse für unser eigenes Leben ableiten. So könnten die Zeilen „Kühn, furchtsam, wegen Flucht gefangen, besiegt“ so interpretiert werden, dass viele von uns versuchen, dem Hamsterrad aus Beruf und Karriere zu entfliehen und dann doch den finanziellen Verlockungen erliegen: Bedenken Sie also 2014, dass man nicht alles kaufen kann – vor allem nicht Zeit! Die Worte „begleitet von bleichen Huren“ wären ebenfalls eine Warnung, dem Geld nicht zu viel Bedeutung beizumessen.
Das unterstreichen auch die Zeilen von Quatrain 28 der Centurie VIII, die eindringlich davor warnen, Gold und Silber zu seinen Götzen zu machen! Wie so oft, mahnt Nostradamus also auch in diesen Versen zu einem Umdenken, damit wir mehr aus unserem Leben und die Welt zu einem besseren Ort machen!

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