Ein Bote zwischen zwei Welten

Das Schweizer Medium Pascal Voggenhuber spricht über seine Gabe, Kontakt zum Jenseits aufzunehmen und mit Verstorbenen zu kommunizieren.

Wohl kaum jemand würde den verschmitzt lächelnden jungen Mann mit seinen nach oben gegelten Haaren, seinem Kapuzenshirt und den Tattoos am Unterarm auf Anhieb mit dem Themenkreis Spiritualität in Verbindung bringen. Doch der erste Eindruck täuscht: Pascal Voggenhuber gilt als eines der renommiertesten Medien Europas!

Begonnen hat alles am 11. Februar 1980, als Pascal in der Nähe von Basel das Licht der Welt erblickte. Seine Eltern konnten noch nicht ahnen, dass ihr Sohn über eine besondere Gabe verfügte, mit der er eines Tages zahllose Menschen in seinen Bann ziehen würde.

Erste Hinweise auf seine medialen Fähigkeiten zeigten sich im Kindesalter, als Pascal behauptete, tote Menschen zu sehen und mit seinem Schutzengel in Kontakt zu stehen. Auch, wenn in seinem Umfeld bald niemand mehr daran zweifelte, dass Pascal mit einer „übernatürlichen Welt“ in Verbindung treten konnte, musste er erst lernen, mit seinen Fähigkeiten umzugehen.

Nachdem ihm im Alter von 20 Jahren andere Medien seine Hellsichtigkeit bestätigten, entschloss er sich, daran zu arbeiten, seine Gabe besser zu beherrschen und weiterzuentwickeln. So absolvierte er eine mehrjährige Ausbildung in der Schweiz sowie am renommierten Arthur Findlay College in Stansted Mountfitchet in der englischen Grafschaft Essex, das er auch heute noch immer wieder zur Fortbildung besucht.

Medium, Autor und Vortragender

Heute ist Pascal Voggenhuber ein äußerst populäres Medium, welches das Publikum in seinen Veranstaltungen fasziniert. Sein detailliertes Wissen über die geistige Welt, seine verblüffenden Jenseitskontakte und seine atemberaubenden Demonstrationen sorgen immer wieder für Furore. Dass er das Ganze auch noch auf humorvolle Art und mit spitzbübischem Charme präsentiert, macht jeden Auftritt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Dabei spricht er in seinen Vorträgen nicht nur Menschen an, die einen geliebten Angehörigen verloren haben oder mehr über das Leben nach dem Tod erfahren wollen, sondern hält auch praktische Tipps bereit, wie man sein Leben besser bewältigt. Unter anderem begründete er „Psychic Spine Alignment“, eine bewährte Methode gegen Migräne und Kopfschmerzen sowie Rücken- und Wirbelsäulenprobleme.

Darüber hinaus ist Pascal Voggenhuber ein erfolgreicher Autor, dessen Bücher im Handumdrehen die Bestsellerlisten eroberten und in sieben Sprachen übersetzt wurden. „Leben in zwei Welten“ (2004), „Nachricht aus dem Jenseits“ (2008), „Entdecke deinen Geistführer“ (2009), „Entdecke deine Sensitivität“ (2010), „Botschafter der unsichtbaren Welt“ (2011), „Die Geistige Welt hilft uns“ (2012), „Kinder in der Geistigen Welt“ (2013) und „Zünde dein inneres Licht an“ (2014) gaben bereits vielen Menschen Kraft.

Im Jahre 2013 moderierte Pascal Voggenhuber außerdem auf der Schweizer Schiene des deutschen Privatsenders Sat.1 die vierteilige Sendung „Das Medium – Nachricht aus dem Jenseits“, durch die er auch für ein breites Publikum ein Begriff wurde. Astroblick führte mit dem Multitalent das folgende Interview:

Herr Voggenhuber, wie muss man sich Ihre Kontaktaufnahme zu Verstorbenen vorstellen? Hören Sie Stimmen oder sehen Sie Gestalten?

Manchmal sehe ich Verstorbene, doch meistens kann ich innere Bilder empfangen und auch Gefühle. Diese Bilder und Gefühle muss ich dann übersetzen, sodass es der Klient verstehen kann. Stimmen höre ich keine.

Wann beschlossen Sie eigentlich, Ihre Berufung endgültig zum Beruf zu machen?

Das war im Jahr 2007, als ich so viele Anfragen hatte, dass ich gar keine Zeit mehr hatte, einem anderen Beruf nachzugehen.

Sie schreiben Bücher, füllen mit Ihren Vorträgen Säle und sind im TV präsent: Werden Sie eigentlich auch von Freunden und Bekannten um Rat gefragt?

Ja, das kommt immer wieder mal vor. Doch im Grunde sind das eigentlich sehr wenige.

Ihre Bücher sind Beststeller und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Woran liegt es, dass so viele Menschen gerade in unserer moderne Zeit die Spiritualität wiederentdecken?

Ich denke, heute ist das Thema wieder populärer als noch vor ein paar Jahren und man kommt leichter an Informationen. Auch spüren immer mehr Menschen in allen Schichten und Interessengebieten, dass es wohl doch mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir bisher angenommen haben. Es ist unglaublich, wie viele Menschen mir tagtäglich von ihren außersinnlichen Wahrnehmungen berichten!

Glauben Sie, dass es ein Patentrezept gibt, um mit einem Todesfall oder einem anderen Schicksalsschlag fertig zu werden?

Nein, leider nicht! Jeder Verlust ist anders – so wie jede Geschichte und jede Trauer. Doch vielen würde es schon helfen, wenn sie an ein Leben nach dem Tod glauben könnten und man dies nicht erst in einer medialen Sitzung beweisen müsste. Auch sollten wir im Leben einfach achtsamer sein und unsere Gefühle in der Familie und im Freundeskreis mehr ausdrücken. Zu oft werden Worte im Leben nicht ausgesprochen und viele bereuen es, wenn jemand unerwartet stirbt …

Welche Schlüsse ziehen Sie angesichts Ihrer besonderen Begabung und der daraus resultierenden Erkenntnisse für Ihr eigenes Leben?

Das Wichtigste, was mir die geistige Welt beibrachte, ist, im Moment zu leben und einfach Spaß zu haben! Das Leben zu genießen und mich nicht immer zu fragen, was morgen oder übermorgen ist. Die geistige Welt will Menschen, die lachen, frei sind und Spaß haben – und keine Menschen, die spirituellen Dogmen unterliegen! Man muss versuchen, voll und ganz Mensch zu sein und dies auch zu leben: Das ist es, was mir jeden Tag aus der geistigen Welt gezeigt wird – und das versuche ich. Diesen Weg habe ich auch in meinem aktuellen Buch mit dem Titel „Zünde dein inneres Licht an“ beschrieben.

Sie bekommen zweifellos viel positives Feedback. Was antworten Sie Menschen, die Ihre besonderen Fähigkeiten eher skeptisch betrachten?

Nicht viel – oder nicht mehr viel! Ich lasse jedem seinen Glauben, denn es bringt nichts, zu diskutieren oder andere überzeugen zu wollen. Das ist verlorene Energie. Außerdem werden Skeptiker immer Skeptiker bleiben, bis sie eigene Erfahrungen gemacht haben: Da nützen auch meine Worte nichts. Ich bin selbst extrem skeptisch, denn es gibt vieles in der Esoterikszene, was wirklich haarsträubend ist. Einen Skeptiker überzeugen auch alle Tests nicht – nicht einmal die Tatsache, dass ich immer wieder für die Polizei arbeite. Somit kümmere ich mich lieber um jene Menschen, die mein Weltbild annehmen möchten und denen es auch Heilung bringt.

Was antworten Sie Menschen, die Engeln, Geistführern und einem Leben nach dem Tod generell kritisch gegenüberstehen?

Wir treffen uns im Jenseits, dann werden wir ja sehen, wer von uns recht hatte! Jetzt darüber zu diskutieren, bringt nichts …

Was sind die nächsten Projekte, die Sie in Angriff nehmen möchten?

Jetzt mache ich erst mal meine Tour durch die Schweiz, Österreich, Liechtenstein und Deutschland. Dann schreibe ich mein nächstes Buch und wir sind gerade in der Planungsphase für eine DVD. Es läuft immer etwas – und es macht Spaß!

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