Gärtnern mit dem Mondkalender

Wer sich bei der Gartenarbeit nach dem Erdtrabanten richtet, wird über den Erfolg erstaunt sein!

Im Monat März kündigen die ersten warumen Sonnenstrahlen bereits den Frühling an und es wird Zeit, sich über die Gartenarbeit Gedanken zu machen. Es ist Ihnen sicher schon passiert, dass gewisse Gemüsesorten manchmal prächtig gedeihen und ein anderes Mal nicht so richtig wachsen wollen. Obwohl Sie unter den gleichen Bedingungen gepflanzt, gesät, gejätet und gedüngt haben, war der Erfolg immer ein anderer. Wenn Sie die Natur genau beobachten, werden Sie feststellen, dass keine Zauberei dahinter steckt, sondern unser guter alter Mond: Er ist verantwortlich für den richtigen Zeitpunkt.

Der zu- und abnehmende Mond hat wohl die stärkste Wirkung auf das Gedeihen der Pflanzen. Der Neumond ist die Periode des Neubeginns. Diese Mondphase dauert nur einen Tag, hat aber dennoch eine ganz eigene Energie. In dieser kurzen Zeit werden die Kräfte für einen Neuanfang gesammelt. Arbeiten, welche die Regeneration von Pflanzen unterstützen, sind jetzt angesagt. Es ist die beste Zeit, um kranke Bäume, Sträucher und Pflanzen zurückzuschneiden – sie wachsen dann gesünder und schöner nach. Das gilt natürlich auch für Zimmerpflanzen.

In der Zeit des zunehmenden Mondes stehen alle Kräfte auf Zunahme, das oberirdische Wachstum erhält jetzt Impulse. Daher sollten Sie alles pflanzen, was oberirdisch wächst – vor allem Artischocken, Blattgemüsearbeiten, Blumenkohl, Brokkoli, Gurken, Kohl, Kopfsalat, Melonen und Spinat. Man kann auch einjährige blühende Pflanzen und Rosen setzen. Die Stecklingsvermehrung und das Veredeln von Pflanzen fallen ebenfalls in diese Mondphase. Wer mit seinem Rasen einen drichten grünen Teppich erzielen möchte, sollte jetzt nachsäuen.

Bei Vollmond hat die Kraft des Erdtrabanten ihren Höhepunkt erreicht. Jetzt sollten Sie Zimmerpflanzen, Garten und Felder düngen, da die Pflanzen die Nährstoffe besonders gut aufnehmen können. Pflanzen und Gehölze dürfen jetzt nicht geschnitten werden, denn die „Verletzung“ könnte ihnen schaden. Kurz vor Vollmond sollte die Aussaat von Erbsen und Bohnen erfolgen. Gleich nach Vollmond ist eine günstige Zeit für den Schnitt von Rosen.

 Ausschlaggebend für den Einfluss des Mondes auf die Pflanzen sind vor allem zwei Kategorien: die Mondphase und der Mondstand.

Nimmt der Mond ab, ziehen sich die Säfte der Pflanzen in die Erde zurück, das unterirdische Wachstum wird in dieser Phase gefördert. Man setzt Wurzelgemüse sowie Zwiebeln und Knollen. Da sich die Säfte im Wurzelbereich der Pflanzen befinden, können Zimmerpflanzen, Bäume und Sträucher geschnitten werden. Auch die Unkraut- und Ungezieferbehandlung ist in dieser Zeit besonders erfolgreich. Jetzt empfiehlt es sich, folgende Gemüsesorten zu säen oder zu pflanzen. Rote Beete, Kartoffeln, Möhren, Radieschen, Rhabarber, Sellerie und Zichorie.

Das Zusammenspiel von Mondphase und Mondstand

Für guten Gelingen bei den Gartenarbeiten ist auch das Tierkreiszeichen von Bedeutung, das der Mond durchläuft. Jeder Tag, an dem der Mond in einem Feuerzeichen (Widder, Löwe, Schütze) steht, ist gleichzeitig ein Fruchttag. Es ist eine gute Zeit zum Ernten – vor allem für Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren und für alles, was eingelagert werden soll. Auch Grabarbeiten und das Unkrautjäten kann man an diesen Tagen erledigen. Aber keineswegs sollten Sie etwas säen oder anpflanzen: Es besteht die Gefahr, dass die Setzlinge verdörren! Der Löwe-Mond gilt als der unfruchtbarste aller Sternzeichen-Monde. Gut hingegen sind Feuertage zum Veredeln und Schneiden von Obstbäumen und -sträuchern – speziell bei zunehmenden Mond.

Zur Gruppe der Erdzeichen gehören Stier, Jungfrau und Steinbock. Als Wurzeltage sind Erdzeichen-Monde besonders geeignet zum Pflanzen und Pflegen von allem, was unterirdisch wächst. Die Jungfrautage sind praktisch für jede Arbeit  mit allen Pflanzen optimal geeignet. Steinbocktage eignen sich besonders für alle Pflanzen, die unter der Erde Früchte tragen, also für das Setzen und Säen von Wurzel- und Wintergemüse. Düngen Sie jetzt auch Blumen und Zimmerpflanzen mit schacher Wurzelbildung! Der Steinbock beeinflusst außer den Wurzeln auch Stamm und Rinde: Sie können Sträucher, Büsche und Bäume ebenfalls gut setzen. Ein Tipp: Im Stiermond kann man alles umtopfen und verpflanzen, es wächst mühelos an.

Die Luftzeichen Zwillinge, Waage und Wassermann sind Blütentage und daher bestens geeignet für die Pflege von allem, was gerade blüht. Allerdings sollten Sie auf das Gießen ihrer Balkonpflanzen verzichten, weil Sie sonst leicht Probleme mit Läusen bekommen. Zum Aussäen ist diese Mondphase nur günstig, wenn es sich um Rank- und Kletterpflanzen handelt. Alles andere wird eher dünn und kraftlos. Gut ist der Zwilling-Mond für das Düngen von Blumen, die nicht so recht blühen wollen. Ein Tipp hierzu: Wer seinen Rasen an Zwillingstages mäht, wird staunen, wie langsam er nachwächst.

Die letzte Kategorie sind die Wasserzeichen, zu denen Krebs, Skorpion und Fische gehören. Immer sind diese Tage auch Blatttage, das heißt dass alle Pflanzen, bei denen es auf das Laub ankommt, sowie Blattgemüse wie Kohl und Salat in dieser Zeit gepflegt und gepflanzt werden sollten. An den Wassertagen sollte man seine Balkon- und Zimmerpflanzen ausgiebig gießen: Furchbarkeit ist sozusagen vorprogrammiert – jede  Aussaat und alle Pflanzungen gedeihen vorzüglich. An Krebstagen ist das Gießen ein Muss. Noch ein Tipp: Pflanzen in Eimern nehmen das Wasser und den Dünger jetzt optimal auf.

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