Gartentipps 2015

Bei der Gartengestaltung sollten Sie nichts dem Zufall überlassen: Wer die Erkenntnisse des Feng-Shui und des Mondkalenders nützt, darf sich auf eine gepflegte Grünoase ebenso freuen wie auf eine reiche Ernte!

Der Frühling naht mit Riesenschritten und damit wäre es an der Zeit, sich Gedanken über die Gestaltung des Gartens zu machen. Überlassen Sie dabei nichts dem Zufall, denn wenn Sie auf das uralte Wissen von Feng-Shui und Mondkalender zurückgreifen, werden Sie mit einem Naturparadies belohnt, das nicht nur den perfekten Rahmen zur Erholung bietet, sondern auch eine satte Ausbeute an Obst und Gemüse.

Wenden wir uns zunächst dem Feng-Shui zu, jener asiatischen Lehre, die ein Dasein im Einklang mit der kosmischen Energie zum Ziel hat. Der Ausdruck „Feng-Shui“ lässt sich am besten mit „Wind und Wasser“ übersetzen, die in der chinesischen Philosophie seit alters her die Brücke zwischen Himmel und Erde bilden und eine unsichtbare Energie namens „Chi“ in sich tragen.

In den Augen der Chinesen durchströmt dieses Chi den gesamten Kosmos, also auch die Erde und jedes Lebewesen auf ihr. Und nicht nur das: Es ist auch für die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen verantwortlich: Nur, wenn das Chi ungehindert fließt, können sich die Lebewesen optimal entwickeln.

Bei der Gartengestaltung geht es demnach darum, dass sich das Chi optimal entfalten kann – die Größe oder Lage des Gartens spielt keine Rolle. Es gilt stattdessen, die natürlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen, indem gezielt jene Abschnitte des Gartens ausgewählt werden, die perfekte Bedingungen für die vorgesehenen Pflanzen bieten. Nur so lässt sich eine harmonische und naturnahe Landschaft erzielen.

Die Wahl der Pflanzen

Die Pflanzen sind naturgemäß das zentrale Element jedes Gartens, da sie nicht nur dessen organischen Teil bilden, sondern auch den Fluss des Chi fördern. Gesunde Pflanzen ermöglichen ein gutes Chi und müssen daher auch gezielt positioniert werden. In Ecken tragen sie dazu bei, dass das Chi nicht eingefangen wird, sondern sich frei entfalten kann.

Keinesfalls dürfen Sie die Gewächse verwildern lassen: Unkraut oder kranke und abgestorbene Pflanzen lassen negative Energie entstehen, die dem positiven Chi entgegenwirkt! Das Feng-Shui zieht Pflanzen mit runden, dunklen Blättern vor, da diese Münzen symbolisieren. Dazu gehört etwa die Jadepflanze, die Glück und Wohlstand anziehen soll, wenn man sie in der Nähe der Eingangstür aufstellt.

Eine herausragende Stellung nehmen bei den Chinesen vier Pflanzen ein, die auch als die „Vier Gentlemen des Gartens“ bezeichnet werden: Die Orchidee steht für einen starken Charakter, die Chrysantheme ist ein Symbol für Ehrlichkeit, die Pflaumenblüte verkörpert Reinheit und der Bambus ist ein Sinnbild für Disziplin.

Letzterer steht auch für ein langes Leben – ebenso wie die Kiefer. Und nicht zuletzt wäre die Päonie zu nennen, die ein Symbol für Liebesglück ist. Die Kombination aus diesen drei Gewächsen kennt man im Feng-Shui auch unter der Bezeichnung „Drei Freunde des Alters“.

Die richtige Dekoration

Der Feng-Shui-Garten soll allerdings nicht nur das Chi ungehindert fließen lassen, sondern auch das Auge des Betrachters erfreuen. Geschmackvolle Hängekörbe mit farbenfrohen Blumen erhöhen die Wachstumsenergie und harmonisieren damit die Umgebung. Um als „Giftpfeile“ geltende und Unglück bringende Kanten zu neutralisieren, sollten Sie Mauern mit Kletterpflanzen bedecken: Hierfür ist das Dickblatt bestens geeignet, das genügsam ist und mit wenig Licht auskommt.

Wer Skulpturen aufstellen möchte, sollte diese sorgfältig auswählen, da auch sie den Fluss des Chi beeinflussen. In China sind die Schildkröte, der Drache und der Phönix beliebt, die für Glück, Wohlstand und Überfluss stehen. Dabei empfiehlt es sich, die Schildkröte im Norden, den Drachen im Osten und den Phönix im Süden zu platzieren. Raubtierstaturen sollten hingegen nicht im Garten positioniert werden: Während sie hier für Unruhe sorgen, können sie aber vor dem Haustor Wache halten.

Auch Wasser kann den Garten beleben: Ein Springbrunnen steht am besten in jenem Teil, der vom Haus aus zu sehen ist. Auch ein Goldfischteich verbessert das Chi, da die Fische Glücksbringer sind. Tote Fische müssen allerdings sofort ersetzt werden, da sie Unglück bringen! Pools sind hingegen für das Gleichgewicht der Elemente eher störend.

Die perfekte Mondphase

Haben Sie Ihren Ziergarten nach dem Feng-Shui gestaltet, dann können Sie sich dem Nutzgarten widmen. Hier ist der Mondkalender unverzichtbar, wenn die Pflanzen prächtig gedeihen sollen – und einer der zentralen Faktoren dabei ist die Mondphase.

Bei Neumond sammelt die Pflanze ihre Kräfte, sodass sich vor allem Arbeiten empfehlen, die ihrer Regeneration dienen. Nun sollten Sie kranke Bäume und Sträucher zurückschneiden, damit sie gesünder nachwachsen. Bei zunehmendem Mond werden die Pflanzen kräftiger und steigern ihr oberirdisches Wachstum. Jetzt können Sie alles pflanzen, was über der Erde wächst wie Kohl, Kopfsalat, Spinat oder Gurken. Auch das Veredeln von Pflanzen ist nun empfehlenswert.

Bei Vollmond erreicht die Pflanzenenergie ihren Höhepunkt, sodass die Nährstoffe am besten aufgenommen werden und das Düngen am effizientesten ist. Auf keinen Fall dürfen die Pflanzen jetzt geschnitten werden. Direkt vor dem Vollmond empfiehlt es sich, Erbsen und Bohnen zu säen. Bei abnehmendem Mond verlagert sich ein großer Teil der Säfte in die unterirdischen Bereiche der Pflanzen. Jetzt ist es sinnvoll, Knollen und Zwiebeln wie Kartoffeln, Radieschen oder Möhren zu pflanzen. Da sich die Säfte in den Wurzeln befinden, können auch Bäume und Sträucher gefahrlos geschnitten werden.

Der optimale Mondstand

Für die Pflanzen ist auch der Mondstand von Bedeutung, also das Sternzeichen, das vom Mond gerade durchlaufen wird. Wenn der Mond in einem Feuerzeichen – Widder, Löwe, Schütze – steht, ist die Zeit der Fruchttage. Jetzt lässt sich alles ernten, was Sie einlagern wollen, also etwa Kartoffeln, Möhren oder Zwiebeln. Während sich das Unkrautjäten empfiehlt, ist vom Säen oder Anpflanzen abzuraten, da die Setzlinge leicht verdörren! Sehr wohl eignen sich Feuertage hingegen zum Schneiden und Veredeln von Obstbäumen.

Steht der Mond in einem Erdzeichen – Stier, Jungfrau, Steinbock – so spricht man von Wurzeltagen. Jetzt lässt sich alles anpflanzen, was unter der Erdoberfläche wächst. Steinbocktage sind in besonderem Maße für das Säen von Wurzel- und Wintergemüse sowie das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern geeignet.

Luftzeichentage – Zwilling, Waage, Wassermann – gelten als Blütentage und eignen sich besonders für die Pflege von Blumen. Säen sollten Sie hingegen nur Kletterpflanzen. Steht der Mond in den Zwillingen, so ist die Zeit zum Düngen von Blumen sowie zum Mähen des Rasens ideal. Beim Mond in einem Wasserzeichen – Krebs, Skorpion, Fisch – ist von Blatttagen die Rede: Wenn Sie jetzt Blattgemüse wie Kohl oder Salat pflanzen, werden Sie allen Grund zur Freude haben!

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