Jungbrunnen Goji-Beere

Die Möglichkeiten und Gefahren der neuen „Superfrucht“.

Die Goji-Beere, auch bekannt unter dem Namen Bocksdorn, Hexenzwirn, Teufelszwirn oder Wolfsbeere, gilt als die modernste Wunderwaffe in Sachen Anti-Aging und besticht vor allem durch ihren hohen Gehalt an Vitaminen, Aminosäuren und Mineralstoffen. Die rote, längliche, rund zwei Zentimeter große Beere stammt aus Ostasien und schmeckt wie eine Mischung aus Kirsche und Cranberry.
Angeblich war die gesundheitsfördernde Wirkung der Goji-Beere den Menschen bereits im Altertum bekannt. Man sagte ihr nach, dass sie die Lebensenergie steigere, die allgemeine körperliche Konstitution stärke und lebensverlängernd wirke. Heute findet die Goji-Beere aufgrund ihrer durchblutungsfördernden Wirkung als Regulativ für den Blutdruck, aber auch in der Augenheilkunde Anwendung.
Zudem genießt sie aufgrund ihrer immunstärkenden Eigenschaften einen ausgezeichneten Ruf: Schon eine kleine Menge soll ausreichen, um die Zahl der weißen Blutkörperchen zu erhöhen und deren Aktivität zu steigern. Populär ist die Frucht nicht zuletzt durch ihre fettverbrennende und extrem antioxidative und damit zellschützende Wirkung: Sie sorgt für eine Neutralisierung der so genannten freien Radikale und schlägt damit gleichzeitig dem Alterungsprozess ein Schnippchen!

Segen oder Fluch?

Goji-Beeren sind bei uns vor allem als getrocknete Früchte erhältlich, aber auch in Form von Tees oder Säften. In letzter Zeit geriet die viel gepriesene Goji-Beere allerdings weniger aufgrund ihrer positiven Eigenschaften in die Schlagzeilen, sondern angesichts der Tatsache, dass das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart bei einer nicht unbeträchtlichen Anzahl der aus China importierten Beeren eine überhöhte Pestizidbelastung feststellte.
Auch, wenn diese in einem Bereich lag, der von Experten nicht als gesundheitsschädlich eingestuft wird, ist es für den Verbraucher doch bedenklich, dass die meisten dieser Goji-Beeren als „Bio-Erzeugnis“ ausgewiesen und teurer verkauft wurden, obwohl chemisch-synthetische Pestizide im ökologischen Landbau nicht erlaubt sind. Vermutlich stammten die verseuchten Beeren von Plantagen, auf denen sie unter Anwendung von Pflanzenschutzmitteln kultiviert wurden.
Dennoch kann Entwarnung gegeben werden: Man hat sich des Problems bereits angenommen und will mit der Überwachung des Anbau- und Ernteablaufs sicherstellen, dass weder Pestizide noch Bestrahlungen die Qualität der Goji-Beere beeinträchtigen. Das „Green Food Zertifikat“ soll den offiziellen Nachweis dafür erbringen.

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