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Können Sie einfach "Nein" sagen, wenn Sie jemand um einen Gefallen bittet, selbst wenn der Gefallen Ihnen eigentlich zuwider ist? Oder haben Sie das Gefühl, sich mehr um andere zu kümmern als die anderen sich um Sie sorgen? Egal, ob in der Beziehung, im Freundes- und Familienkreis oder im Berufsleben: Überall wird man schnell zum Opfer einer egozentrisch geprägten Welt. Warum lassen sich eigentlich manche Menschen eher ausnutzen als andere? Der Grund hierfür ist unter anderem in Charaktereigenschaften wie Helfer-Syndrom, Perfektionismus und Gutmütigkeit zu suchen. Wer seine emotionalen Antennen aber zu sehr auf das Wohlergehen anderer ausrichtet, verliert persönlich an Lebensqualität und wird bald zum Opfer seiner eigenen Gutmütigkeit.
Der Begriff "Opfer" kann in zwei unterschiedliche Bedeutungsmuster geteilt werden: "Opfer-Sein" und "Opfer-Bringen". Jeder von uns kann ein Opfer werden, Fremdbestimmung, persönliche Ohnmacht und Hilflosigkeit spielen dabei eine große Rolle. "Opfer-Bringen" hingegen ist eine aktive, freiwillige Entscheidung, für die man in Form von Anerkennung oder Liebe belohnt werden möchte. Die Historie der gesellschaftlichen Frauenrolle ist sowohl auf familiärem als auch auf beruflichem Gebiet untrennbar mit dem Begriff des selbstlosen weiblichen "Opfer-Bringens" verwoben, damit es allen im sozialen Umfeld - vielleicht außer einem selbst - gut geht. Aber bedenken Sie: "Schmerz ist unvermeidlich, Leiden ist freiwillig", sagte schon M. Kathleen Casey.
Hat man erst einmal ein gewisses Opferschema verinnerlicht, gerät man nur zu leicht in einen Strudel aus falsch verstandener Loyalität verbunden mit dem Streben nach Liebe und Anerkennung. Ist der oder die Betroffene erst einmal in diesem fatalen Kreislauf gefangen, ist es relativ schwierig, daraus zu entkommen. Wehren Sie also den Anfängen oder versuchen Sie, mittels kleiner Tricks aus der Falle zu entkommen, um endlich wieder ein besseres Leben genießen zu können - Sie haben es sich verdient! Sehen Sie bitte die folgenden Tipps als kleinen Anstoß für ein freieres Leben!
Am Anfang hängt der Himmel für Verliebte voller Geigen, alles verklärt sich hinter der sprichwörtlichen rosa Brille. Leider hält dieser Zustand nicht ewig an - und nach mehr oder weniger kurzer Zeit hält der Alltag wieder Einzug. Um die kleinen und großen Kalamitäten gemeinsam erfolgreich bewerkstelligen zu können, ist ein partnerschaftlich ausgewogenes Geben und Nehmen erforderlich. Überlegen Sie sich gemeinsam eine gerechte Aufteilung ihrer Pflichten - zum Beispiel wer macht im Haushalt was und wann - und bleiben Sie danach so konsequent wie möglich. Nur wenn die Partner einander unterstützen, werden beide Gewinn aus der Beziehung ziehen!
Lassen Sie es nicht durchgehen, dass Sie dauernd - aus Liebe zum Partner - irgendwelche zusätzlichen Tätigkeiten verrichten! Am Anfang wird es Ihnen noch gedankt, schon bald gehört es aber zum "Gewohnheitsrecht", dass Sie allein dafür verantwortlich sind. Erziehen Sie Ihren Partner diesbezüglich mit viel Liebe und Konsequenz, denn ein gestörtes Gleichgewicht aus Geben und Nehmen führt im Laufe der Zeit nur zu innerlichem Frust und trägt maßgeblich zum Ende vieler Beziehungen bei.
Entwickelt Ihr Partner nach einiger Zeit Macho-Allüren, suchen Sie so schnell wie möglich ein klärendes Gespräch. Gerade in unserer Zeit ist eine Trennung in Männer- und Frauenaufgaben nicht mehr selbstverständlich, machen Sie ihm das eindrücklich klar! Die Ausnutzenden folgen meist einer unglücklichen Melange aus Bequemlichkeit und Gedankenlosigkeit, die Ausgenutzte schluckt das erlittene Unrecht aus Liebe zum Partner. Sie scheut eine Diskussion aus Angst, den Partner zu kränken bzw. ihn gar zu verlieren. Vertreten Sie von Beginn an ihre Position. Es ist zum Wohle aller, denn niemand hält es in einer unfairen Beziehung lange aus!
In wenigen Fällen wird der Partner aus kalter Berechnung ausgenutzt, dann wird wohl auch keine wohlgemeinte Diskussion mehr helfen. Überlegen Sie sich, ob eine Beziehung mit einem Partner, der Sie nicht mehr wirklich liebt und sich auch nicht mehr ändern will, überhaupt noch Zukunft hat.
Die Familie ist der unumstrittene Lebensmittelpunkt der meisten Menschen. Im Kreis seiner Liebsten genießt man seine Freizeit, daher ist ein gutes Familienklima ein stabiler Stützpfeiler gegen die Widrigkeiten des Alltags. Gerade in diesem hochemotional besetzten Bereich lässt man sich besonders "gerne" und häufig ausnutzen. Hinzu kommt das Streben nach Perfektion, denn eine moderne Frau ist nicht nur top im Job und eine verführerische Liebhaberin, sondern auch eine gute Mutter und eine perfekte Hausfrau. Dieses Image ist illusorisch, irgendwo müssen Abstriche gemacht werden.
Nicht selten ist Stress eine Reaktion auf diese äußeren Anforderungen. Zu Risikofaktoren werden Stress auslösende Ursachen aber erst dann, wenn Dauerbelastungen nicht ausreichend mit erforderlichen Entspannungsphasen wechseln. Dann führen die Belastungen zu akuten und im Wiederholungsfall zu chronischen Veränderungen im Energiehaushalt. Die Folge sind Befindlichkeits- und Kommunikationsstörungen, im schweren Fall auch Krankheiten als "Abwehrreaktion" des Körpers. Damit es erst gar nicht dazu kommt, sollten Sie in einer ruhigen Stunde über Ihre Vorstellungen und Bedürfnisse nachdenken und diese zu Papier bringen. Äußern sie Ihre Wünsche, denn niemand wird sie Ihnen als Dank für Ihr Zuvorkommen von den Augen ablesen!
Lassen Sie sich von niemandem unter Druck setzten, denn nur ausgeglichene Eltern sind der Schlüssel zum Familienglück. Machen Sie aus Ihrem Streben nach Anerkennung und Liebe kein Geschäft, für das Sie mit persönlichen Extradiensten bezahlen! Wenn Sie Ihre Kinder konsequent zur Selbstständigkeit erziehen und eine gerechte Arbeitsteilung mit ihrem Partner vorexerzieren, wird auch die nächste Generation mit einer gesunden sozialen Einstellung heranwachsen.
Ähnlich wie in einer Beziehung gehört auch zu einer guten Freundschaft ein ausgewogenes Verhältnis aus Geben und Nehmen.
Machen Sie sich eines klar: Menschen, die Sie ausnutzen, schätzen Sie meist nicht besonders hoch!
Oberflächliche Bekanntschaften halten nicht lange, wahre Freundschaften aber tragen einiges zum seelischen Gleichgewicht bei. In wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass ein intakter Freundeskreis sogar die Lebenszeit verlängert. Kein Wunder, denn bei der berühmten besten Freundin kann man sich in schlechten Zeiten so richtig ausheulen, über Probleme sprechen, die man im Familienkreis nicht ansprechen würde - und natürlich herrlich viel Spaß haben! Seien Sie bei der Auswahl Ihrer Freunde aber selektiv. Lassen Sie sich nicht ausnutzen, um unbedingt einer bestimmten Clique anzugehören. Menschen, die Sie ausnutzen, schätzen Sie nicht besonders hoch - also verzichten Sie bitte auf solche falschen Freundschaften, sie halten ohnehin nicht lange! Gutmütige erfahren zudem meist wenig Respekt, da ihre Persönlichkeit hinter ihrer aufopfernden Hilfsbereitschaft geradezu verschwindet. Wer immer nur gefallen will, zeigt zu wenig eigenes Profil!
Eine andere Kategorie an "Freundschaften" sind Menschen, denen es nicht wirklich um Sie geht, sondern eher um Ihr Geld oder Ähnliches. Mit der Mitleidsmasche versuchen sie sich in Ihr Herz zu drängen und Sie unter moralischen Druck zu setzen, wenn Sie ihnen hin und wieder Ihre Unterstützung verweigern wollen. Hände weg von solchen Personen! Diese Leute sind nicht wirklich an Ihnen, sondern an Ihrer Großzügigkeit interessiert, die sie dann schamlos ausnutzen. Bedenken Sie, dass Nettigkeit nicht vor Kritik und Ablehnung schützt, denn in Wahrheit hat der Gutmütige die gefürchtete Ablehnung schon selbst vorweggenommen, indem er seine wahre Persönlichkeit freiwillig verleugnet, um nicht auf Widerstand zu stoßen.
Äußern Sie sich in der "Ich-Form" zu Ihren Bedürfnissen, stellen Sie sie einfach in den Raum ohne sich dafür vor den anderen zu rechtfertigen. Stehen Sie zu sich selbst und geben Sie nicht immer fremden Wünschen nach, das bringt Respekt und erhöht Ihr Persönlichkeitsprofil in den Augen der anderen!
Den Freundeskreis kann man sich aussuchen, das Berufsumfeld meistens nicht. Hier wird die Sache, ob man sich ausnutzen lässt oder nicht, noch komplizierter. Heute herrscht ein knallharter Wettbewerb am Arbeitsmarkt. Jeder scheint ersetzbar und die Firmenchefs sparen wo sie können - also meistens auch beim Personal. Die eine oder andere (nicht bezahlte) Überstunde bleibt wohl kaum jemandem erspart, dennoch muss man sich nicht restlos ausnutzen lassen!
Je genauer das berufliche Tätigkeitsfeld umrissen ist, desto besser kann man sich charmant vor allgemeinen, minder qualifizierten Zusatztätigkeiten drücken. Das Zauberwort ist auch hier Konsequenz. Lassen Sie sich von Anfang an nicht für Tätigkeiten einspannen, die Ihrer Ansicht nach nicht zu Ihrem Aufgabenbereich gehören. Im Gespräch mit Ihrem Chef sollten Sie aber bitte niemals pampig werden - versuchen Sie es mit guter Argumentation! Bauen Sie sich berufliches Selbstbewusstsein auf: Bilden Sie sich stets weiter, um Ihren Wert als Mitarbeiter zu erhöhen und zugleich Ihren hohen Motivations- und Leistungswillen klar zu stellen. Treten Sie Ihrem Chef immer höflich, aber bei unverschämten Forderungen auch einmal bestimmt gegenüber.
In punkto Kollegen gilt dasselbe: Falls jemand Sie als "Neuen" für Tätigkeiten einspannen möchte, die nichts mit Ihrem Job zu tun haben, versuchen Sie das von Anfang an - humorvoll und freundlich - klar zu stellen! Oft werden Gutmütige auch ausgenutzt, weil sie eine geringere Reizschwelle bezüglich Unordnung und Chaos aufweisen.Gewöhnen Sie sich in diesem Fall eine vorauseilende Bereinigung von Störfaktoren ab. Bändigen Sie Ihren Perfektionismus und werden Sie lockerer, das erspart Ihnen eine Menge Nerven und Zeit! Bedenken Sie stets, dass man nur ausgenutzt werden kann, wenn man sich - warum auch immer - ausnutzen lässt!
Im Märchen werden die duldsamen, treuherzigen Menschen am Ende reichlich belohnt, in der Realität ist das leider nicht so. Dennoch bleibt uns nicht nur die Wahl zwischen Opferrolle und Egoismus: Wahre Siegertypen nehmen auf die Gefühle und Interessen anderer Rücksicht, ohne selbst ins Hintertreffen zu geraten! Unter den zwölf Tierkreiszeichen gibt es welche, die von ihrer Anlage her eher dazu tendieren, sich ausnutzen zu lassen als andere. Zur den wenig gefährdeten Sternzeichen gehören Stier, Löwe, Skorpion und Steinbock:
Stier
Der Stier-Geborene hat den großen Vorteil, dass er anfänglich gerne eine etwas abwartende, reservierte Haltung gegenüber seiner Umwelt einnimmt. So entdeckt er unlautere Absichten, bevor er selbst richtig involviert ist.
Löwe
Der majestätische Löwe besitzt ein großes Maß an Vitalität, Widerstandskraft und Selbstbewusstsein, ist also ebenfalls kein ideales Opfer!
Skorpion
Skorpione weisen meist ein bewundernswertes Selbstbewusstsein auf, doch damit nicht genug: Viele unter ihnen besitzen die Gabe auch ihre Mitmenschen zu durchschauen!
Steinbock
Der kluge Steinbock-Geborene ist recht wählerisch bei der Wahl seiner Freunde. Seine Mitmenschen "durchleuchtet" er gerne, bevor er sich ein kritisches Urteil über sie bildet. Rationalität und Realismus stehen bei ihm meist im Vordergrund seiner Überlegungen, daher gibt auch er ein schlechtes Opfer ab!
Zwilling
Der emotionale, lebensfrohe Zwilling lässt gerne sein Herz sprechen, revidiert bei ungerechter Behandlung aber wieder seine Großzügigkeit. Besonders im Beruf lässt sich der fleißige, intelligente Zwilling nicht foppen - bekommt er nicht genug Lob, geht er meist lieber zur Konkurrenz!
Jungfrau
Die rational geleitete Jungfrau mag manchen emotional kalt und berechnend erscheinen, ist aber immer mit ganzer Kraft für ihre Lieben da. Wehe aber, wenn man sie ausnutzt: Sie wird sich das ewig merken!
Wassermann
Der positive Wassermann kann geradezu ein Ausbund an Freundlichkeit und Entgegenkommen sein. Trotzdem ist es mit aller Freundlichkeit vorbei, wenn er bemerkt, dass er manipuliert wird.
Die "dankbarsten Opfer" sind wohl Widder, Krebs, Waage, Schütze und Fische. Ihr Pflichtbewusstsein, ihre Gutmütigkeit und ihre Sehnsucht nach Harmonie werden ihnen nur allzu oft zum Verhängnis:
Widder
Dem pflichtbewussten Widder ist oft keine Überstunde zu viel, wenn nur der Laden läuft. Egal, ob im Job oder in der Familie, seine Begeisterung und Arbeitslust kann schon einmal von anderen für ihre Zwecke ausgenutzt werden.
Krebs
Der herzensgute Krebs ist meist geradezu ein Ausbund an "Mütterlichkeit". Besonders im Familien- und Freundeskreis hilft der sensible Krebs gerne, was der eine oder andere vielleicht zu seinem persönlichen Vorteil nutzt?
Waage
Die gesellige Waage ist stets auf der Suche nach Harmonie. Hinzu kommt, dass das Selbstvertrauen bei manchen Waage-Geborenen nicht am stärksten ausgeprägt ist: Also ideale "Opfervoraussetzungen"!
Schütze
Der optimistische, äußerst menschenfreundliche Schütze besitzt meist ein äußerst freigiebiges Naturell. Er gibt gerne, denn jedem soll es gut gehen. Er ist auch nicht nachtragend und verzeiht fast alles. Liebe Schützen, sehen Sie sich also vor, damit Ihre positiven Eigenschaften nicht rüde ausgenutzt werden!
Fische
Fische gelten als die freundlichsten und hilfsbereitesten unter allen Sternzeichen - also bitte liebe Fische: Seien Sie doppelt vorsichtig!