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Vorsicht: Falle!

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Eine harmonische Beziehung zu führen, ist nicht einfach, denn oft steckt die Tücke im Detail: Lesen Sie hier, welche Äußerungen gefährlich sind und daher unbedingt vermieden werden sollten!

Am Anfang ist jede Beziehung spannend und prickend. Wir fühlen uns wieder wie Teenager und der graue Alltag wird durch eine Woge der Verliebtheit bunt gefärbt. Solange wir diese rosa Brille tragen, ist alles eitel Wonne und sogar so manche Eigenart des Subjekts der Begierde erscheint einfach nur liebenswert. Und sollte sich der letzte Rest an Kritikfähigkeit doch gelegentlich bemerkbar machen, so bringt ihn ein ganzer Schwarm von Schmetterlingen im Bauch zum Schweigen.

Im Laufe der Zeit normalisiert sich jedoch der Hormonspiegel und wir entdecken, dass auch unser Prinz oder unsere Prinzessin nicht ohne Fehler ist. Ab nun dauert es für gewöhnlich nicht allzu lang, bis sich die ersten kleineren Kontroversen einstellen. In den meisten Fällen handelt es sich keineswegs um fundamentale Meinungsverschiedenheiten, sondern um Lappalien, welche die Stimmung in der Partnerschaft trüben. Sehr oft können unbedachte Äußerungen eine kleine Ursache darstellen, aber eine große Wirkung haben, wenn das Gegenüber sie in den falschen Hals bekommt. Lesen Sie im Folgenden, worauf Sie dabei achten und welche Aussagen Sie unbedingt vermeiden sollten!

Der Ausdruck des Misstrauens

„Wo warst du denn so lange?“ Dieser scheinbar harmlose Satz birgt wesentlich mehr Sprengstoff in sich, als das vielen Menschen bewusst ist, geht er doch weit über eine simple Frage hinaus! Tatsächlich erkundigen Sie sich mit diesen Worten nicht einfach nur nach dem Aufenthaltsort Ihres Partners oder Ihrer Partnerin, sondern geben Ihrem Liebling zu verstehen, dass Sie ihm nicht so recht über den Weg trauen. Sie vermitteln ihm, dass Sie an der Richtigkeit seiner Aussagen zweifeln, und bezichtigen ihn damit gleichzeitig, etwas zu tun, was Ihnen missfällt und daher vor Ihnen geheim gehalten werden soll.

Oder anders ausgedrückt: Sie verleihen dem Verdacht der Untreue Ausdruck und lassen dabei auch schon eine Beschuldigung mitschwingen. Hat Ihr Schatz ein reines Gewissen, so fühlt er sich zu Unrecht an den Pranger gestellt – und so fällt auch seine Reaktion aus, die in der Regel von einer abweisenden Geste bis zu unfreundlichen Worten reicht. Daher wäre es hilfreich, Ihre Eifersucht zu hinterfragen und zu versuchen, sie in den Griff zu bekommen, bevor Sie sich zu solchen Äußerungen hinreißen lassen!

Nicht minder fragwürdig sind Sätze wie „Wenn ich dir etwas bedeute, dann …“ Zogen wir beim ersten Beispiel die Glaubwürdigkeit und eventuell sogar die Treue unseres Partners oder unserer Partnerin in Zweifel, so gehen wir mit dieser Aussage sogar noch einen Schritt weiter und stellen gleich die ganze Liebe unseres Gegenübers zu uns infrage – und das hört nun wirklich niemand gern!

Wenn Ihr Schatz Sie liebt, dann findet er diese Aussage kränkend und wird je nach Naturell verärgert oder beleidigt reagieren. Auch in diesem Fall geht es weniger um das Verhalten Ihres Lieblings, sondern um Ihre eigenen Verlustängste, die Sie überwinden müssen, wenn Sie ihm auf Augenhöhe begegnen wollen. Treffen Sie diese Äußerung hingegen nicht aus Angst um Ihren Schatz, sondern weil Sie ihn zu etwas drängen und somit mehr oder weniger erpressen wollen, dann ist erst recht Vorsicht angebracht: Ihren Liebling zu manipulieren, indem Sie ihm ein schlechtes Gewissen einreden, ist eine ziemlich unsaubere Methode, die vielleicht ein paarmal funktioniert, aber sicherlich nicht auf Dauer!

Der Ausdruck der Unzufriedenheit

„Du hörst mir nie zu!“ Hierbei handelt es sich vermutlich um einen der häufigsten Sätze in einer nicht ganz intakten Beziehung. Es ist kein Vorurteil, sondern statistisch erwiesen, dass diese Aussage fast immer von Frauen kommt und nur sehr selten von Männern. Woran das liegt? Im Durchschnitt reden Frauen einfach mehr als Männer, weil sie mitteilsamer sind und das Gespräch eher als einen verbindenden Akt betrachten als die Herren der Schöpfung. Da Männer auch in unseren Tagen meist gewohnt sind, die Konversation auf das Wesentliche zu beschränken, schalten sie einfach auf „Stand-by“, wenn ihnen die Ausführungen ihrer Herz-Dame zu langatmig werden.

Soll sich daran etwas ändern, dann sind beide Seiten gefragt. Frauen müssen versuchen, auf den Punkt zu kommen, solange sich ihre Männer konzentrieren können. Und die Herren sollten sich bemühen, den Damen lange genug ihre Aufmerksamkeit zu schenken, denn wenn ein Bericht über ihre Lieblingssportart im Fernsehen läuft, schaffen sie das ja schließlich auch …

Die Sätze „Warum musst du immer …“ oder „Warum kannst du nie …“ sind ebenfalls wenig geeignet, das Klima in der Partnerschaft zu fördern. Es ist nur allzu verständlich, dass jeder Mensch eine begrenzte Leidensfähigkeit besitzt und es früher oder später aus ihm herausbricht, wenn ihn etwas an seinem Partner oder seiner Partnerin stört: Es hat aber keinen Sinn, Diskussionen mit Vorwürfen und Beschuldigungen zu beginnen!

Diese führen beim Gegenüber nur dazu, dass es auf stur schaltet und nicht darüber nachdenkt, ober die Vorhaltungen ihre Berechtigung haben, sondern sich damit verteidigt, ebenfalls mit Schuldzuweisungen um sich zu werfen und den Streit eskalieren zu lassen. Viel sinnvoller ist es da schon, wenn Sie Ihre Kritik sachlich und höflich vortragen und Ihrem Schatz die Möglichkeit geben, Ihre Worte zu verinnerlichen!

Der Ausdruck der Überheblichkeit

Besonders in sich haben es Äußerungen wie „Wärst du …“ oder „Wärst du nicht …“ In diesem Fall bringen Sie unverhohlen zum Ausdruck, dass Sie sich wünschen, Ihr Partner oder Ihre Partnerin wäre anders – also nicht so, wie er oder sie tatsächlich ist. Auch diese Aussage kann verletzend für die Betroffenen sein und führt zumeist dazu, dass ein vernünftiges Gespräch kaum mehr möglich ist.

Bevor solche Worte über Ihre Lippen kommen, sollten Sie sich vor Augen halten, dass eine Partnerschaft nur dann harmonisch verläuft, wenn die beteiligten Personen einander akzeptieren – mit all ihren Stärken und Schwächen. Vergegenwärtigen Sie sich, dass auch Sie selbst nicht perfekt sind, und geben Sie sich nicht der Illusion hin, Ihre Beziehung würde allein schon dadurch besser funktionieren, dass nur Ihr Schatz anders wäre, denn das wäre ziemlich arrogant!
Nicht minder herablassend und ebenso wenig hilfreich ist die berüchtigte Aussage: „Ich habe es dir ja gleich gesagt …“ Ist eine Panne erst einmal passiert, dann hat es wenig Sinn, den Leidtragenden auch noch zu demütigen, indem Sie ihm erklären, dass Sie das ohnehin kommen sahen und es Ihnen selbst nicht passiert wäre!

Einerseits können Sie den Vorfall damit nicht ungeschehen machen und andererseits ist anzunehmen, dass das Opfer angesichts der negativen Erfahrung nicht gerade gut gelaunt ist: Dass da eine gereizte Reaktion vorprogrammiert ist, darf Sie wirklich nicht verwundern! Gerade in dieser Situation wäre Trost angebrachter als Kritik, denn Besserwisser machen sich nicht sonderlich beliebt! Und schließlich geht es ja nicht darum, immer Recht zu haben, sondern darum, eine harmonische Beziehung zu führen …

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